Dodekanes Griechenland
🇬🇷 Dodekanes

Dodekanes

Die zwölf authentischen Inseln

Yachtcharter Dodekanes – Ihr Törn ab Kos oder Rhodos

Die zwölf authentischen Inseln der Südostägäis

Der Dodekanes ist das Revier für Segler, die griechische Inselwelt in ihrer puren, sonnendurchfluteten Form erleben wollen: kristallklares Wasser, weißgoldene Buchten, jahrtausendealte Kulturstätten – eingerahmt vom beständigen Sommerwind der Ägäis. Zwischen Kos, Rhodos, Symi, Tilos, Nisyros, Chalki sowie den nördlichen Perlen Kalymnos, Leros, Lipsi und Patmos entfaltet sich ein archipelartiges Fahrgebiet, das sowohl sportliche Schläge als auch ruhige Lee-Buchten bereithält.

Im Vergleich zu anderen griechischen Revieren ist der Dodekanes trocken-klar, windstabil und landschaftlich ursprünglicher – weniger Pinienwald als im Ionischen Meer, dafür Felsen, Licht und Sichtweiten bis zum Horizont. Auch nautisch zeigt das Revier Profil: Thermisch gestützte Nordwinde (Meltemi/Ägäis-Brise), Düseneffekte zwischen den Inseln, aber auch außerordentlich geschützte Naturhäfen wie die Bucht von Lakki (Leros). Wer Yachtcharter Dodekanes wählt, entscheidet sich für echtes Cruising – mit genügend Planungsfreiheit, um je nach Wetter den Kurs zwischen Nord- und Südrouten zu variieren.

Ausgangsbasen: In erster Linie Kos – mit der größten Charterauswahl und einer hervorragend organisierten Marina – sowie Rhodos. Ergänzend sind Mykonos/Paros/Syros keine Dodekanes-Basen; im Dodekanes selbst starten daneben gelegentlich Crews ab Leros oder Patmos, doch die Hauptdrehscheiben bleiben Kos und Rhodos.

Es gibt viel zu entdecken im Revier der Dodekanes wie z.B. die kleine Kirche auf einer Insel vor Agios Stefanos Beach, Kos

Es gibt viel zu entdecken im Revier der Dodekanes wie z.B. die kleine Kirche auf einer Insel vor Agios Stefanos Beach, Kos

Erreichbarkeit

So kommen Chartergäste an Bord:

  • Kos (KGS): Saisonale Direktflüge aus vielen europäischen Städten; kurze Anfahrt zur Kos Marina. Ideal für Crews, die schnell ins Revier wollen – Yachtübernahme, Proviant und am selben Tag noch der erste Badestopp.
  • Rhodos (RHO): Umfangreiches Flugangebot in der Saison. Transfer zur Rhodes Marina oder zum Mandraki-Hafen in Rhodos-Stadt. Guter Ausgangspunkt für Törns nach Symi, Chalki und ins südliche Revier.
  • Transfers & Services: Auf Wunsch organisieren wir Door-to-Dock-Transfers, Proviantlieferungen an Bord, frühe/late Check-ins nach Verfügbarkeit und eine deutschsprachige Safety-Einweisung.

Marinas & Ausgangshäfen

Kos Marina

Die moderne Kos Marina ist die primäre Charterdrehscheibe im Dodekanes: klare Abläufe, Muring-Plätze, Wasser/Power am Steg, Tankservice, Chandlery, Wäscherei, Sanitäranlagen sowie Supermärkte in Laufweite. Die Wege sind kurz – vom Taxi bis zum Trolley – und die technische Unterstützung (Segel, Rigg, Elektrik) ist eingespielt. Für Crews bedeutet das: Check-in, Riggsichtung, Sicherheitsbriefing – und zügig auf den ersten Kurs.

Rhodos – Rhodes Marina & Mandraki

Auf Rhodos stehen zwei Optionen im Fokus: die neuere Rhodes Marina mit umfassender Infrastruktur und der traditionsreiche Mandraki-Hafen am nördlichen Stadtkap. Mandraki besticht durch seine Lage und das Flair der Altstadt; in der Hochsaison ist die Verfügbarkeit begrenzt, eine Reservierung empfiehlt sich. Die Rhodes Marina punktet mit modernen Stegen, Services und guter Anbindung.

Weitere Häfen & Liegeplätze

Im Revier finden sich zahlreiche kommunale Häfen und Naturbuchten mit Buganker/Heckleinen oder Moorings: Pothia (Kalymnos), Lakki (Leros), Skala (Patmos), Lipsi, Pali (Nisyros), Livadia (Tilos), Gialos/Panormitis (Symi), Nimborio (Chalki). Viele Orte bieten Wasser/Power am Kai, Mini-Märkte, Bäcker und die Taverne direkt am Wasser – perfektes Cruising ohne Hektik.

Beliebte Törnziele – Inseln, Buchten, nautische Highlights

Kalymnos – Werkbank der Ägäis

Pothia, die farbige Inselhauptstadt, ist eine lebendige Hafenwelt mit maritimem Handwerk. In Buchten wie Vathi (Fjordcharakter) liegt man malerisch und gut geschützt. Kulinarisch dominiert Fisch – die Tische an der Kaimauer sind abends schnell besetzt.

Leros – die große, ruhige Bucht

Die weite Lakki-Bucht ist einer der sichersten Naturhäfen der Ägäis: ideales Revier, wenn die Brise zulegt. Lakki bietet Wasser/Power, Technik, Werft und gute Versorgung. An der Küste locken stille Buchten für einen Daysail mit Badestopp.

Lipsi – still, klar, freundlich

Lipsi empfängt den Segler mit einem entspannten Ort, sauberem Wasser und ehrlicher Küche. Am Kai gibt es Wasser/Power, die Buchten ringsum sind ideal für ruhige Nächte am Anker.

Patmos – UNESCO & Panoramabuchten

Skala ist das maritime Zentrum; die Südbuchten wie Grikos/Petra bieten viel Lee bei Nordwind. Der Besuch des Johannesklosters krönt den Landgang – Kultur und Kulisse in perfekter Balance.

Symi – neoklassische Postkarte

Symi Hafen mit pastellfarbenen neoklassischen Häusern

Symi im Dodekanes verführt mit pastellfarbenen neoklassischen Häuschen und glasklaren Buchten – ein Traumziel, um festzumachen, erkunden und relaxen.

Der Hafen Gialos ist eine steile Theaterkulisse aus pastellfarbenen Häusern. Bei Nordwind empfiehlt sich die große Panormitis-Bucht an der Südseite – ruhiger, mit dem berühmten Kloster direkt am Wasser.

Nisyros – Vulkan & Fischercharme

Pali an der Nordostküste ist der sichere Hafen der Insel. Von hier aus ist der Krater mit Mietwagen/Bus schnell erreicht – ein beeindruckendes Kontrastprogramm nach dem Badestopp.

Tilos – leise Insel

Livadia ist ein klassischer Dodekanes-Hafen: freundlich, zweckmäßig, mit guter Taverna-Dichte. Spaziergänge und Burgruinen sorgen für Abwechslung an Land.

Chalki – klein, fein, farbig

Nimborio ist Bilderbuchgriechenland mit ruhigen Abenden am Kai. In der Saison können Floating-Docks zusätzliche Liegeplätze bieten.

Kastellorizo & Karpathos/Kasos – für lange Törns

Wer Zeit und Erfahrung mitbringt, erweitert nach Südosten (Kastellorizo/Megisti) oder Richtung Südwesten (Karpathos/Kasos). Nautisch anspruchsvoller, dafür wiederum grandios in Landschaft und Wasserfarbe.

Törnvorschlag – eine Woche ab Kos (Nord-Dodekanes, komfortbetont)

Ziel: Viel Segelzeit in der typischen Ägäis-Brise, gleichzeitig ruhige Nächte in Lee-Buchten und Häfen mit sicherem Ankergrund. Der Plan ist familientauglich, lässt sich aber durch längere Schläge sportlich erweitern.

Tag 1 – Kos → Kalymnos (Pothia/Vathi)

Ankommen, Check-in, Sicherheitsbriefing, erster kurzer Schlag. Pothia für lebendiges Hafenflair oder Vathi als fjordartige Ruhestatt. Buganker sauber setzen, Heckleinen bereitlegen.

Tag 2 – Kalymnos → Leros (Lakki/Agia Marina)

Genusssegeln mit Badepause. Lakki als großräumig geschützter Naturhafen mit guter Infrastruktur; alternativ Agia Marina für Dorfambiente.

Tag 3 – Leros → Lipsi (Hafen/Ankerbucht)

Kurzer Daysail zu türkisfarbenen Buchten. Am Kai Wasser/Power, Ankerplätze rund um die Insel für die Nacht.

Tag 4 – Lipsi → Patmos (Skala/Grikos)

Vormittags Kultur oder Strand, nachmittags Segeln. Skala als städtischer Liegeplatz; Grikos/Petra mit viel Lee bei Nordwind – ideal zum Baden und für einen ruhigen Abend an Bord.

Tag 5 – Patmos → Arki/Marathi (Moorings/Anker)

Kurze Etappe in die stille Inselwelt nördlich von Leros. Marathi bietet Moorings und Tavernen direkt am Wasser – ein „Boaters' Sanctuary".

Tag 6 – Arki/Marathi → Leros (Lakki)

Zurück in die Lakki-Bucht: Proviant auffrischen, Technik sichten, den Nachmittag am Strand oder in einer Nebenbucht verbringen.

Tag 7 – Leros → Kos

Letzter Schlag mit Badepause auf dem Weg. Rechtzeitig zum Fuel-Dock, Check-out und entspanntem Farewell-Dinner am Kai.

Varianten:

  • Südschleife ab Kos: Nisyros (Pali) → Tilos (Livadia) → Chalki (Nimborio) → Symi (Panormitis/Gialos) → Rhodos oder Rückkehr nach Kos.
  • Start ab Rhodos: Symi (Panormitis/Gialos) → Chalki → Tilos → Nisyros → optional Kos.
  • Katamaran-Option: Flache Buchten gewinnen; Schwojkreis und umliegende Yachten im Blick behalten.
Unzählige Ankerbuchten zwischen Leros, Lipsi und Arki

Unzählige Ankerbuchten zwischen Leros, Lipsi und Arki

Seemannschaft – Kurzcheck:

  • Wetterfenster am Vorabend prüfen; Reffpunkte markieren.
  • Ankerdisziplin: Kette großzügig stecken, Halt per Rückwärtsfahrt prüfen, Ankeralarm setzen.
  • Hafenmanöver: Buganker sauber fallen lassen, Heckleinen früh bereitlegen; Fender auf Arbeits- und Ruhehöhe.

Wetter & Windbedingungen

Überblick: Im Sommer dominiert der Meltemi – eine trockene, nördliche Ägäis-Brise. Sie baut sich tagsüber auf und flaut abends häufig ab. Im Dodekanes ist er verlässlich, kann in Düsen (z. B. zwischen Paros–Naxos in der Zentralägäis – außerhalb des Dodekanes – oder an markanten Kaps) deutlich zulegen. Gute Törnplanung nutzt Lee-Seiten und große Naturhäfen als sichere „Häfen der Ruhe".

Tagesgang (Sommer)

  • Morgen: Oft ruhige See – ideal zum Verlegen und für Badestopps.
  • Mittag/Nachmittag: Aufbau der Brise aus N bis NW; kurze, steilere Wellenfelder auf offenem Wasser möglich.
  • Abend/Nacht: Abflauen, in Lee-Buchten sehr ruhige Nächte.

Saisonale Differenzierung

  • Frühling (April–Mai): Milder, variabler, mit hervorragender Sicht; ideale Zeit für Einsteiger und Familien.
  • Sommer (Juni–September): Kernzeit des Meltemi – planbar, aber frisch. Reffbereitschaft, Gewichtsverteilung und konservativer Trimm sorgen für Komfort.
  • Herbst (Oktober): Warmes Wasser, stabile Brisen, gelegentliche Gewitterlagen; Wetterfenster beobachten und rechtzeitig abwettern.

Lokale Effekte & Schutzreviere

  • Lakki (Leros) und Panormitis (Symi) gelten als sehr geschützte Anker-/Liegeplätze bei Nordwind.
  • In tief eingeschnittenen Häfen (z. B. Kalymnos) sind abends Fallböen möglich – Heckleinen straff, Fender auf Höhe.
  • Lee-Seiten der Inseln (Süd-/Westbuchten bei Nordwind) bieten ruhiges Wasser und sichere Nächte.

Vergleich zu anderen Revieren

  • Ionisches Meer: Deutlich grüner und windärmer; der Dodekanes ist sportlicher, mit längeren offenen Passagen und klareren, trockeneren Luftmassen.
  • Kykladen: In der Zentralägäis oft noch meltemistärker und exponierter; der Dodekanes bietet mehr All-Weather-Anchorages und Lee-Routen entlang der Inselketten.
  • Saronischer Golf: Nähe zu Athen, kürzere Etappen und mehr Schutz – der Dodekanes ist die steigerungsfähige Alternative für Crews, die „mehr Segeln" möchten.

Eignung nach Erfahrungsstufe

  • Einsteiger & Familien: Optimal in Mai/Juni und September/Oktober mit konservativer Routenwahl (Nord-Dodekanes).
  • Genusssegler: Planbar-kräftige Brise für entspanntes Cruising mit viel Segelzeit; Kulturstopps in Rhodos, Symi, Patmos.
  • Ambitionierte Crews: Längere Schläge und „Trimmarbeit" auf offenem Meer; Erweiterungen Richtung Karpathos/Kasos oder bis Kastellorizo.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Yachtcharter Dodekanes liegt in Mai/Juni und September/Oktober: verlässliche Brise, angenehme Temperaturen, freie Liegeplätze. In Juli/August ist Hochsaison – die Winde sind frischer, die Häfen lebhafter. Wer dann segelt, plant konsequent Lee-Routen, läuft Häfen früh an oder wählt Ankerbuchten mit Sandgrund und Landleinen.

Fazit

Yachtcharter im Dodekanes vereint Segelspaß mit Planbarkeit und einer außergewöhnlichen Mischung aus Natur und Kultur. Kos bietet in erster Linie die größte Yachtauswahl und ein reibungsloses Setup, Rhodos die Verbindung zu ikonischen Orten wie Symi und Chalki. Dazu kommen sichere Naturhäfen, klare Lee-Strategien und die berühmte Ägäis-Brise – genau das richtige Spielfeld für Skipper, die Segeln als bewusste, genussvolle Aktivität verstehen.

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